Über den Erwerb und Verbleib der Mumien und Schädel, gesammelt von Franz Julius Ferdinand Meyen
DOI:
https://doi.org/10.18443/399Schlagwörter:
Mumie, Peru, Human Remains, Schädel, AnthropologieAbstract
Der preußische Arzt und Botaniker Franz J. F. Meyen war von 1830 bis 1832 auf Empfehlung Alexander v. Humboldts als Schiffsarzt u. a. in Südamerika tätig. Zum Teil den Spuren Humboldts folgend, erwarb er während dieser Reise sechs „peruanische“ Schädel und zwei Mumien. Die Mumien befinden sich heute in der Anatomischen Sammlung der Charité, Berlin. Während eine der Mumien skelettiert wurde, weist die andere noch Haut und Weichteile auf. Da für keine der Mumien Grabbeigaben oder Bestandteile des Totenbündels erhalten sind, bleibt ihre kulturelle Zuordnung ungewiss. Zwei der sechs Schädel konnten mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls identifiziert werden. Der Umgang mit den Mumien und Schädeln vorspanischer südamerikanischer Kulturen spiegelt beispielhaft die Forschungs- und Sammlungspraxis im 19. Jahrhundert wider.
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